Die ‘besten’ Bücher

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Eines steht fest: Kunst ist immer eine Geschmackssache. Es gibt zwar objektive Kriterien für Kunstwerke und deren Ausgestaltung, aber was einem letztendlich zusagt, ist niemals endgültig vorherzusagen.

Manche Kulturfreunde wagen sich in ihren frühen 30ern an die ‘großen’ Machwerke heran und werden von diesen gnadenlos enttäuscht. Viele der ‘Klassiker’ kennt man schon seit mehreren Jahrzehnten, ohne sie jemals selbst gelesen zu haben. Wenn man sich dann tatsächlich daran begibt, diese durchzulesen, zerschellt man oftmals gnadenlos an der eigenen Erwartungshaltung. Auch die aktuellen Bestsellerlisten sind nicht immer ein Gewinn. Oft potenziert sich der Verkauf eines Buches mit seinem Bekanntheitsgrad, einfach weil es weiter oben steht. Über den künstlerisch-literarischen Mehrwert sagt dies jedoch überhaupt nichts aus.

Man sollte daher derartige ‘Bestenlisten’ immer mit ein wenig Distanz beurteilen, genau so wie die plakativen ‘Klassiker’. Die bekanntesten deutschsprachigen Bestenlisten werden aktuell von Amazon, Spiegel (Online), der ‘Welt’ und der Süddeutschen Zeitung aufgeführt. Die ‘Zeit’, Le Monde und der New Yorker führen ebenfalls Top-100-Listen über die ‘wichtigsten Bücher aller Zeiten’. Bei der Zeit nennt sich dies zum Beispiel ‘Zeit-Bibliothek der 100 Bücher’. Wesentlich wichtiger, als sich durch alle vermeintlichen ‘Klassiker’ durchgequält zu haben ist es jedoch, seinen eigenen Geschmack zu finden und nicht aus Pflichtgefühl oder purem Ehrgeiz ein Buch zu lesen, dass man bereits nach der Hälfte weglegt.

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